Donnerstag, 4. Juli 2019

Ein wundervoller Einblick in das Intensivjahr

Jin Shin Jyutsu Intensivjahr

Seminar 22. und 23. Juni 2019

 

"Vierte Tiefe… Die Tiefe der Ängste. Die Tiefe, die sich alles merkt und alles weiß. Vierte Tiefe, die fragt: ‘Was ist Deine Wirklichkeit?’. Während ich Bettinas Ausführungen lausche, wird mir wieder einmal bewusst, dass JSJ so viel mehr ist als Heilen – es ist Philosophie und Psychologie zugleich. Ist physisch und metaphysisch. Ist Weisheit. ‚JSJ – eine Welt in der Welt in der Welt’, hören wir dieses Wochenende.

Gleich in den ersten Stunden des Seminars überkommt mich eine wunderbare Mischung aus Ruhe und Wissbegier. Ruhe, weil ich Antworten auf meine Fragen bekomme. Weil Gefühle und Dynamiken benannt werden, die für mich zuvor nur unbewusst empfundene Schwingungen waren. Weil Vages ans Licht gebracht wird und erklärt. Und ich durch diese Versachlichung besser verstehen kann und damit auch annehmen. Wissbegier, weil Perspektiven und Wege entstehen und damit auch Lösungen.

Bettina, Pascal und Heidi sprechen, leiten und tragen uns wieder einmal mit tiefer Einfühlsamkeit, Lebhaftigkeit und Engagement durch das Wochenende. Sie lassen uns teilhaben an ihrem Wissen und ihrem immensen Erfahrungsschatz. Dass ich so viel aufnehmen kann geht nur, weil Fakten durch Geschichten unterlegt werden, weil so viel Humor dabei ist und eine umarmende Liebe.

Die neuen Einblicke, die uns die Drei vermitteln, fühlen sich an wie weitere Mosaiksteinchen, die das Bild von JSJ schärfer, kompletter machen. Ich lerne so viel in diesen zwei Tagen über die große Welt JSJ. Jene Welt, die meine so viel grader gerückt hat. Und schließe sie noch mehr in mein Herz.

Klar, ich verstehe nur Teile von ihr, aber auch das lässt mich seltsam ruhig. Weil ich in meinem Alltag schon immer alles verstehen und durchdringen muss. Und hier endlich mal nicht. Und noch mehr weil ich weiß, dass ich mich auch einfach an meine Finger halten kann. Daran, wo für mich alles begann. Denn es war die vierte Tiefe, waren die Ängste, die mich überhaupt zum JSJ brachten. Bettina wusste es noch, und erwähnte es, als sie mich bat, für den Blog zu schreiben. Und ich war wieder einmal verdutzt, was sie an Details über jeden von uns parat hat.

Ich hatte jahrelang mit Ängsten gekämpft, verstand sie nicht, wollte sie nicht und war doch machtlos. Ich hatte Vieles, sichtbarster Ausdruck aber waren große Zysten in beiden Brüsten. Teilweise über 20, mehrfach entzündet und meistens schmerzhaft. Und dann habe ich vor einigen Jahren ein Wochenendseminar zum Thema Ängste am JSJ Zentrum besucht. Und verstand zum ersten Mal wieso die Energie fließen muss und was passiert wenn sie es nicht tut. Ich fühlte mich erkannt. Und ich lernte, meinen Zeigefinger zu halten. Und tat es. Dauernd. Als ich drei Monate später zur Ärztin ging, sagte sie mir, dass alle Zysten bis auf zwei weg seien. Meine Fassungslosigkeit darüber kann man nur verstehen, wenn man weiß, wie sehr sie mich gequält haben und wie viel ich – über ca. 15 Jahre hinweg – versucht habe, um sie loszuwerden. Wie viele Blogs und Bücher und Artikel ich gelesen, Tinkturen, Bürsten, Tabletten, Kräuter und Bh-Formen ich ausprobiert und Ärzte ich befragt habe.

Damals, bei dem ersten Seminar in Hamburg habe ich zum ersten Mal verstanden, dass wir auf mehr Ebenen funktionieren, als auf der physischen und psychischen. Und, dass Heilung manchmal nur auf der energetischen Ebene stattfinden kann. Und leider, muss ich zugeben, habe ich dort überhaupt erst gelernt, dass wir eine energetische Ebene haben.

Vielleicht ist noch nicht alles gut. Aber es ist alles so viel besser. Und irgendwie heller. Auch, weil ich mich machtvoller fühle. Weil ich selber mein Wohlergehen in der Hand habe, im wahrsten Sinne des Wortes. Vielen, mit denen ich während des Intensivjahrs gesprochen habe, geht es genauso. Wir haben eine Reise angetreten mit JSJ - ich freue mich auf das was kommt.

Und nach diesen Tagen ist mein JSJ-Koffer noch voller. Wir wurden durch die vierte Tiefe mit ihren Fragen (‚Lebst Du Deine Wirklichkeit?’), Dynamiken (‚Was habe ich davon wenn ich klein und bedürftig bin?’), Ausdrucksformen (Ängste, Süchte - Sammeln, Fließen lassen) geleitet und haben im Medizinteil ihre Organe (Niere, Blase, Schilddrüse, Geschlechtsorgane) erörtert bekommen.

Es waren zwei wunderbare, volle, intensive und sehr emotionale Tage. Weil die vierte Tiefe viele Fragen stellt und uns durchleuchtet. Und dieses Durchleuchten schmerzhaft sein kann und uns teilweise unerwartet und ungefragt von hinten anspringt. Auch wenn ich es nun schon ein paarmal erlebt habe, mich fasziniert, dass die Kursteilnehmer kollektiv von den Schwingungen einer Tiefe erfasst werden können. Die Trauer und Schwere, Atemnot und Herzrasen hervorrufen kann. Weil sie Gefühle in uns weckt. Und uns tief in unsere Seele blickt.

Der Kurs geht unter die Haut, aber er ist schön und einfach ‚gut’, weil wir nicht alleine sind, sondern aufgefangen. Ganz direkt durch Umarmungen, Wassergläser und Gruppenströmen. Weil wir mit Wissen ausgestattet werden, das uns kraftvoll macht. Weil wir uns nicht mehr machtlos fühlen müssen. Empowering, würde das wohl auf Neudeutsch heißen. Das Wasser – Element der vierten Tiefe, beginnt zu fließen und so kann Neues wachsen.

Ich bin dankbar, an einem Ort und in einer Gruppe zu sein, die hilft, unsere eigene Welt zusammenzusetzen, uns selbst zu erkennen. In der wir Heilung erfahren können und lernen, unserer Seele den Weg zu erlauben, den sie gehen will. In der wir so sein können wie wird sind. Uns weder zeigen noch verstecken müssen. Der schönste Moment war für mich der Tanz am Ende. Das Schütteln und Hüpfen, das Beben, das durch den Raum ging. Die Energie und Kraft, die von so vielen Menschen, Empfindungen und Geschichten ausgeht.

Danke Euch von Herzen, liebe Bettina, Heidi und Pascal für Eure Offenheit und Eure Geduld, mit der ihr uns durch diese Tage geführt habt. Danke für die Hingabe, mit der ihr JSJ teilt und praktiziert und damit auch in uns eine Flamme entfacht."

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