Mittwoch, 6. November 2019

Ein Einblick aus der Sicht einer Teilnehmerin in den 6. Block des Intensivjahres

Aber wenn vorher Einiges verrückt war, muss es sich auch wieder 

zurechtrücken dürfen oder wie Bettina es sagt: „Wir gehen durch die 

Disharmonie in die Harmonie.“. Es ist eben (leider?) doch keine 

Entspannungstechnik, sondern Etwas extrem handfestes.

 

Der sechste Block.

Steht kurz vor dem siebten und damit letzten.

Wie schnell die Zeit vergeht.

Unglaublich.

Wie schnell man wunderbare Freundschaften knüpfen kann.

Unglaublich.

 

Nun haben wir schon einiges miteinander durchgemacht, eine äußerst 

intensive Reise durch die ersten fünf Tiefen. Und dann der sechste 

Block, als Medizinthema: Psychiatrie. Puh…Kein leichter Stoff.

 

Anfangs eingeleitet wurde mit einigen Tatsachen aus dem Bereich der 

psychischen Erkrankungen. Diese will ich Euch (leider) nicht 

vorenthalten.

In Deutschland sterben mehr Menschen durch Suizid als durch 

Verkehrsunfälle, Drogenmissbrauch, Aids und Mord zusammengerechnet. Wie 

gesagt: Harter Stoff.

Obwohl es diverse psychische Erkrankungen gibt, schwingt 

gesellschaftlich doch viel zu häufig ein „reiß dich halt zusammen“ mit. 

Das würde man wohl kaum zu jemandem mit Gipsbein sagen, wobei dieses 

häufig weniger weitreichende Folgen hat. Absurdität unserer 

Gesellschaft, let‘s work on it!

 

Wir beginnen mit einer Selbstreflexion zum Thema. Gar nicht so einfach, 

sich manches einzugestehen. Trotzdem ziemlich Augen öffnend.

Während der Gruppenarbeit ergeben sich tiefgehende, ehrliche und sehr 

schöne Gespräche. Es ist wirklich sehr befreiend, einfach über 

Erkrankungen wie Burn-Out, Depression oder Psychosen zu reden, auch und 

vor allem in Bezug auf sich selbst.

 

Passend dazu eine Erkenntnis zur disharmonischen sechsten Tiefe: Diese 

ist für unkontrolliertes Ego-Wachstum verantwortlich.

Aber mehr dazu, was kann diese nicht körperliche und uns doch 

umschließende Tiefe alles, beziehungsweise eher: Was beinhaltet sie?

 

Erst einmal vollbringt sie das Kunststück, gleichzeitig das allgemeine 

Einssein sowie einen individuellen Anteil, nämlich unsere ureigene 

Blaupause, zu beinhalten.

Nochmal: Universelles Einssein und meine höchstpersönliche Blaupause in 

einer Tiefe!

 

„Die ersten fünf Tiefen sind eigentlich nur Übungen, um ein gereinigtes, 

geklärtes Gefäß zu erhalten, das ich dann der sechsten Tiefe zur 

Verfügung stelle, um wahrhaftig meine Wirklichkeit zu leben.“

 

Immer diese Hammersätze.

 

„Du kannst aus deinem System jetzt in diesem Moment aufwachen.“

 

Und warum? Weil die sechste Tiefe dauerhaft umhüllend für uns da ist, 

sie umgibt uns und ist losgelöst von jeglicher Körperlichkeit. Auf diese 

Weise ermöglicht sie uns, jederzeit gelernte Muster loszulassen und ins 

Einssein zurückzukehren. Entweder durch die Tür, die wir nur einmal 

durchschreiten oder mithilfe von Veränderungen in diesem Lebens.

 

Und sonst in der sechsten Tiefe?

 

Urfeuer.

Nicht das Element des Feuers, Urfeuer, das ist unglaubliche Kraft. Der 

Dornbusch, der brannte und doch niemals verbrannte. Das ist Urfeuer, 

sechste Tiefe, Schöpferkraft oder eben Gott, je nachdem, welche Vokabel 

Dir am besten passt.

 

Rubinrot.

Tracht buddhistischer Mönche.

Schon wieder fühle ich mich zuhause.

Mit jeder Tiefe verbindet einen anderes, ob Schmerz, Verhaltensmuster 

oder eben nun die Lieblingsfarbe. Wobei mir dieses Wort viel zu profan 

vorkommt, für die tiefe Verbundenheit, die ich dieser Farbe gegenüber 

habe.

 

Nabel- und Zwerchfellfunktionsenergie wohnen ebenfalls in der sechsten 

Tiefe.

In der westlichen Medizin haben beide keinen Platz, doch schon beim 

genaueren Hinschauen merkt man: Hier geht es um die Mitte, die eigene 

Mitte finden, ihr treu bleiben.

Diese Mitte.

Die hat mich Sonntagabend, als wir die beiden Organströme angewendet 

haben, ziemlich durchgeschüttelt. Eigentlich würde wahrscheinlich 

„drauf“ meinen Zustand besser beschreiben, es hat tatsächlich eine ganze 

Weile gedauert, bis ich mich wieder normal gefühlt habe und die Füße 

einigermaßen auf dem Boden hatte.

 

Jetzt, eine gute Woche nach dem Block, habe ich immer noch nicht das 

Gefühl, dass ich alles wirklich verdaut hätte. Wieder zeigt mir die 

intensive Beschäftigung mit einer Tiefe auf, was sich noch verändern 

ließe, woran ich gerne arbeiten will.

Es ist und bleibt spannend.

Danke an Heidi, Bettina und Pascal für Eure Begleitung auf diesem Weg.

Danke an alle anderen Teilnehmenden für die gegenseitige Unterstützung 

und Erkenntnisteilung.

 

Ein wunderbares Halten Deiner Handinnenflächen Dir, der oder die Du dies 

liest.

 

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