Mittwoch, 11. September 2019

Meine Reise mit Jin Shin Jyutsu / Aufbauseminar 2

Neben all dem üblichen Ballast, den fast alle jenseits der 40 mehr oder minder kennen und tragen, war es bei mir sehr Negatives: Ein Tumor und eine Autoimmunerkrankung. Ganz ehrlich, ich war am Boden nach den Diagnosen und wollte nur, dass mich endlich jemand gesund macht. Dies war in der Tat der Kinderglaube, der mich zu JSJ geführt hat.

Bin ich wieder gesund?  

Bin ich enttäuscht, dass keine spontane Wunderheilung kam?

Bin ich gescheitert? 

Nein, dies ist alles nicht der Fall. Aber JSJ hat mir einen Rollentausch ermöglicht, im Zusammenspiel mit meinen anderen Wegen (Yoga & Meditation und einem guten Support-System zu Hause, auch mit achtsamen Schulmedizinern). Welchen Rollentausch ich damit meine? Von der Opferecke zurück in den Regiestuhl, in dem ich mich mein ganzes erwachsenes Leben glücklicherweise befunden hatte, bis die Gesundheit so massiv bröckelte. Als degenerativ und progressiv Erkrankte fühlte ich mich plötzlich wieder gesund trotz und mit den Einschränkungen, die mein Leben jetzt nicht mehr bestimmen, sondern eben nur noch begleiten. JSJ hat meine Selbstfürsorge wach gekitzelt, sehr sanft, aber beständig. Wo die Diagnosen mich von meinem Körper entfremdet haben, hat JSJ mich wieder hin geführt zu einem guten Körpergefühl.

Bettina sagte bei der Intensivwoche in Neu Schönau: „Es kann neu verhandelt werden.“ Wenn ich zurück schaue auf mein 1. Jahr mit JSJ kann ich dem nur zustimmen. Früher habe ich in diversen asiatische Kampfsportarten (mit mir und anderen) gekämpft, genauso wie gegen die Diagnosen später, aber JSJ zeigt mir gerade, dass der Kampf viel sanfter werden darf oder sogar immer häufiger befriedet sein darf. Es gibt weiter ups und downs, klar, alles andere wäre gelogen. Aber ich fühle mich wieder zum Leben eingeladen. So kompliziert da Leben ist oder sein wird, so einfach, so schön und auch so schlimm, vielleicht alles nacheinander oder simultan...

Danke dafür, vor allem an Bettina und Pascal für die vergangenen und kommenden Seminare und Gespräche. Und Larissa, Merci, dass Du mir von JSJ erzählst hast.

Conny

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